sleepy
Ich lese grundsätzlich mehrere Bücher gleichzeitig. Um mich selbst und alle die es interessiert ein wenig auf dem Laufenden zu halten, werde ich hier in Zukunft zum Wochenbeginn auflisten, was im Moment so auf meinem Nachttisch liegt:


Dark and Stormy Knights Dark and Stormy Knights [Anthologie]

Eine Sammlung von 9 Kurzgeschichten. Das meiste von bekannten Urban Fantasy Autoren wie Jim Butcher, Lilith Saintcrow oder Carrie Vaughn. Mit Shannon K. Butcher und Deirdre Knight sind außerdem zwei Vertreterinnen der Paranormal Romance enthalten.
Gekauft habe ich diese Anthologie eigentlich nur wegen einer Geschichte:
Ilona Andrews' "A Questianable Client" erzählt wie Kate Daniels das erste Mal Saiman begegnet und ist demnach zeitlich vor der Buchreihe anzusiedeln.
Ich bin keine große Kurzgeschichtenleserin, ich sehe mich also diesen Band nicht komplett lesen. Zumal mich schon die Hälfte der Autoren absolut kalt lässt.

Rosemary and Rue (October Daye, #1) Seanan McGuire: Rosemary and Rue (October Daye, Band 1) [dt. Übersetzung: Winterfluch]

Band 1 einer Urban Fantasy Reihe um die Halbfae October Daye. Im letzten Jahr ein großer Hype in der amerikanischen Buch-Blogosphäre. Ich habe etwa ein Drittel gelesen und frage mich noch immer warum. Es ist nicht schlecht, sogar ganz gut gemacht, aber ich wüsste nicht, was es entscheidend von den anderen dreizilliarden UF-Romanen auf dem Markt abheben würde. Es fesselt mich einfach nicht, trotz Fae und sehr sympathischer Heldin.


Blameless (The Parasol Protectorate, #3) Gail Carriger: Blameless (The Parasol Protectorate, Band 3)

Mein Schatzzzzzzsssss...!!!
Äh ja... *räusper* Also, nach "Magic Bleeds" ist das hier mit Sicherheit mein heißersehntestes Buch 2010. Schon nach knapp 50 Seiten bin ich wieder völlig verliebt. Warum kann es nicht mehr solche Autoren geben, die ihre Geschichte mit so viel Spaß, Charme und Witz erzählen wie Gail Carriger? Immerhin wird es noch mindestens zwei weitere Romane in der Reihe geben (Heartless und Nameless).

Und natürlich meine Frage an euch:
Was lest ihr im Moment?


stuck
Seit dem letzten Eintrag hat sich wieder einiges an abgebrochenen Büchern angesammelt. Dazu kommen einige Titel, die im letzten Eintrag nicht vorkamen.


Claimed By Shadow (Cassandra Palmer, #2)
Karen Chance: Claimed by Shadow (Cassandra Palmer 2) [dt. "Hinreißend untot"]
Den Vorgänger fand ich schon nicht wirklich gut, das hier gefiel mir noch weniger. Ich habe das Buch auf eine längere Bahnreise mitgenommen. Allerdings fand ich es irgendwann so langweilig, dass ich beim Umsteigen in eine Bahnhofsbuchhandlung gegangen bin und mir ein anderes Buch gekauft habe. Entsprechend ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich einen neuen Versuch wage äußerst gering. Interessant, dass die Reihe so gut läuft in Deutschland. Ob es wohl an den "tollen" Titeln liegt, die Piper ihr verpasst hat?

Der kalte Kuss des Todes: Roman
Suzanne McLeod: Der kalte Kuss des Todes (Spellcrackers 2)
Der erste Band ist pures Kuddelmuddel.
Der zweite auch. In jedem Kapitel scheint eine neue Geschichte loszugehen und sich zum eigentlichen Handlungsstrang zu gesellen. Etwa 100 Seiten vor Schluss habe ich die Geduld verloren und das Buch weggelegt. Als ich nur einen Monat später wieder versucht habe, es zu beenden wusste ich kaum mehr, worum es eigentlich ging, was immer ein schlechtes Zeichen ist. Je besser ein Buch, desto leichter der Einstieg nach mehreren Monaten. Außerdem nervt es mich, wenn ständig von Sex geredet wird und die Heldin fast schon dauerhaft ein feuchtes Höschen hat, aber nichts derartiges passiert. Entweder richtig oder gar nicht. Auch dieses Buch habe ich praktisch aufgegeben.

Das 1. Zeichen des Zodiac
Vicki Petterson: Das erste Zeichen des Zodiac (Zodiac 1)
Im Prinzip fand ich die Idee einer Art Superheldenstory im UF-Gewand sehr reizvoll. Aber das Buch war so flach, dass mir irgendwann egal war, was mit den Figuren passierte. Auch das werde ich nicht zu Ende lesen.

Working for the Devil (Dante Valentine, #1)
Lilith Saintcrow: Working for the Devil (Dante Valentine 1) [dt. "Dämonenjägerin"]
Aufmerksam geworden bin ich damals wegen des coolen roten Covers. Aber so richtig sprang der Funke bei mir nicht über. Die Aussagen, die ich zu der Reihe bekomme sind extrem unterschiedlich. Die einen konnten so wenig damit anfangen wie ich, für die anderen ist es die beste Reihe überhaupt. Hier erwäge ich zumindest, einen zweiten Versuch zu wagen. Irgendwann.

Lila Black 02
Justina Robson: Unter Strom (Lila Black 2)
Eine wilde Mischung von Urban Fantasy und Science Fiction. Band 1 "Willkommen in Otopia" ist jedem zu empfehlen, der mal etwas anderes lesen will. Schade, dass die Reihe in Deutschland so gnadenlos gefloppt ist. Bei Band 2 hat sich die Faszination dann nicht mehr so sehr eingestellt, einen Zweitversuch wage ich trotzdem.

Shadow Marked (Demon Bound, #1)
Anna J. Evans: Shadow Marked
(Demon Bound 1)
Hübsches Cover, tolle Idee (eine blinde Heldin, die gegen Dämonen kämpft). Fürchterlich schlechte Umsetzung, zumindest auf den ersten 30 Seiten. Weiter bin ich nicht gekommen und will es im Moment auch gar nicht.

A Stroke of Midnight (Meredith Gentry, #4)
Laurell K. Hamilton: A Stroke of Midnight (Merry Gentry 4)
Diese Reihe bricht den Rekord für die wenigste sinnvolle Handlung auf die meisten Bände verteilt. Eine Weile macht es Spaß über Merrys Harem von wunderschönen Männern zu lesen, des puren Eyecandy wegen. Aber irgendwann is dann mal gut. Und bei mir war das in der Mitte von Band 4 der Fall. Aber vielleicht packt es mich irgendwann mal wieder, der Einstieg dürfe beim Mangel an Handlung nicht schwer sein.

Diner des Grauens: Wir servieren Armageddon mit Pommes Frites!
A. Lee Martinez: Das Diner des Grauens
Irgendwie habe ich ein Problem mit Büchern, die witzig sein wollen. Ich fühle mich schnell gelangweilt, vor allem, wenn wie hier, nicht alle Gags sitzen. Sicher kein schlechtes Buch, aber kein Buch für mich.


tired

Ein Gästebucheintrag vor einer Weile hat mich daran erinnert, wie ich eigentlich dazu gekommen bin, Vampirromane zu lesen.

Angefangen hat es schon in der Kindheit, wenn auch anders, als man denken könnte:

Ich war nie ein „Pferdemädchen“. Pferdebücher und die fast schon zwanghafte Besessenheit gleichaltriger Mädels für's Reiten fand ich damals schrecklich doof. Stattdessen habe ich mir meistens Bücher mit Geister- und Schauergeschichten gewünscht. Alpträume, wie viele befürchtet haben, habe ich nie davon bekommen. Zumindest nicht bis zu dem Tag, an dem ich meine erste Vampirgeschichte gelesen habe. Leider weiß ich Titel und Autor nicht mehr. In der Geschichte ging es um einen Mann, dessen neuer Nachbar ein ziemlich gruseliger Vampir ist. Dieser Vampir kann sich in eine Motte oder sogar Rauch verwandeln und damit selbst durch's Schlüsselloch ins Haus eindringen. Dass der Vampir am Ende in seiner Mottenform aufgespießt in der Schmetterlingssammlung des Protagonisten geladet ist, konnte mich damals nicht wirklich beruhigen.

Noch schlimmer haben das einige Ausschnitte aus dem Film „Sherlock Holmes und der letzte Vampir“ gemacht. Von da an hatte ich nachts immer ein mulmiges Gefühl, als könnte plötzlich ein kalkweißes Gesicht vor meinem Fenster auftauchen.

Ja, ich hatte also Angst vor Vampiren. Sogar ziemlich lange.

Das hat sich erst geändert, als ich etwa 14/15 war. Meine beste Freundin hat sich damals den Roman „Interview mit einem Vampir“ (der Film war 1-2 Jahre zuvor im Kino gelaufen) gekauft. Ich selbst las zu der Zeit gerade die Hexen-Reihe von Anne Rice, habe das Buch also durchaus neugierig beäugt und ein Jahr später dann selbst gekauft. Ein bißchen aus Trotz, aber auch weil diese „Kindheitsängste“ eben irgendwann nachlassen.

Das Buch war natürlich die perfekte Lektüre für einen Teenie in seiner beginnenden „Melancholie ist mein Lieblingswort und ich gehe am liebsten auf Friedhöfen spazieren“-Phase. Ich habe also gelernt, dass Vampire nicht immer böse sein müssen, bzw. in ihrer Bosheit sehr sexy sein können.

Und plötzlich war es wie mit Lebensmitteln, die man nie mochte, auf die man plötzlich einen Heißhunger entwickelt: Die Angst war weg und ich wollte mehr.

Danach habe ich an allen Fronten gewildert. Von den Klassikern bis zu aktuelleren Romanen. Eindruck hinterlassen haben bei mir vor allem:

Tom Hollands „Der Vampir“, ein eher mittelmäßiger Roman, der bei mir aber eine lange, intensive Besessenheit mit dem englischen Dichter Lord Byron ausgelöst hat.

Der Start der TV-Serie „Buffy“ in Deutschland.

Und der erste „Anita Blake“-Band von Laurell K. Hamilton um 2003 oder 2004. Das war mein Eintritt in die „Urban Fantasy“, in Welten voller flappsiger, schießfreudiger Heldinnen und Monster, die mehr oder weniger verborgen zwischen Menschen leben. Es ist eine Mischung, die mir sofort gefiel: Eine Heldin, die nicht auf den Mund gefallen ist, Action, Blut, aber auch ein klein wenig Romantik und Sex. Flott, temporeich und nicht selten ein wenig trashig.

2004 hatte ich dann die Idee für den Salon. Vampirromane gab es abseits von Rice und Hohlbein so gut wie gar nicht auf dem deutschen Buchmarkt. Ich war zu dieser Zeit dabei, mir ältere Titel aus den 80ern und 90ern gebraucht zusammenzusammeln. Dabei habe ich viel nach Rezensionen im Netz gesucht. Mehr oder weniger befriedigend. Es gab einige Seiten, aber nur wenige gute. Kritische und ehrliche Bewertungen waren Mangelware.

Also dachte ich, dass es vielleicht anderen auch so geht und ich meine Leseerfahrungen mit ihnen teilen könnte. Und so klemmte ich mich hinter das Laptop und begann zu basteln.

2005 ging die Seite online. Im ersten Jahr noch mit sensationellen 10-20 Besuchern im Monat.

Kurz darauf erschien „Twilight“ in Deutschland. Dadurch, dass ich eine der ersten Seiten war, die das Buch besprochen hat, hatte ich eine gute Position bei den Suchergebnissen bei Google. Meine Besucherzahlen stiegen proportional mit dem beginnenden Vampir-Hype an. Mittlerweile sind es um die 7000 Besucher pro Monat (was noch immer recht wenig für eine Webseite ist, für mich persönlich aber sensationell).

Und wie sieht es heute aus? Ich bin ein wenig müde. Zum einen ist es ein seltsames Gefühl, wenn das eigene Hobby von einer Trendwelle überrollt wird. Man neigt dazu, ein wenig snobbistisch zu werden und die Augen zu rollen, wenn „Vampiergirl95“ schreibt, dass sie „Vampierbücher“ so liebt, dabei aber offensichtlich nicht einmal weiß, wie man das Objekt ihrer Begeisterung schreibt. Oder wenn sich jemand einen Vampirroman empfehlen lassen will, aber dazusagt, dass sie auf jeden Fall „einen lieben Vampir“ will. Da hilft nur: Leben und leben lassen (und sich daran erinnern, wie man selbst mit 15 war!). In 1-2 Jahren wird eine neue Sau durch's Dorf getrieben. Die Tonnen von massenhaft produzierten Vampirliebesromanen werden auf Wühltischen liegen und das Vampirgenre wird wieder für ein Jahrzehnt tot sein. Und wieder in anderer Form auferstehen. Zumindest denke ich, dass es so kommen wird.

Der andere Grund, warum ich müde bin, ist, dass ich um Input für die Seite zu haben, in den letzten Jahren viel mehr in diese Richtung gelesen habe, als ich es sonst getan hätte. An den sporadischer werdenden Updates dürfte man aber merken, dass ich dem jetzt gegensteuere und versuche, wieder etwas vielfältiger zu lesen. Im Moment tun sich auch viele interessante Dinge auf dem amerikanischen Buchmarkt, die für mich derzeit interessanter sind.

Aber wer mir einen guten und interessanten Vampirroman vor die Nase hält, darf noch immer damit rechnen, dass ich danach schnappe.

 

Und wie sieht es bei Euch aus? Seit wann lest ihr Vampirromane? Wie seht ihr den Trend? Und seid ihr auch langsam vampirmüde?


PS: Ja, es wird demnächst ein Update geben, es dümpelt schon eine Weile auf der Festplatte und wartet auf den letzten Schliff...

busy
Hier nun der dritte, (längste) und letzte Teil, zum Thema Neuerscheinungen in Winter 2010/Frühjahr 2011. Diesmal sind es Auftakte zu neuen Reihen, die ich bislang weder besprochen noch gelesen habe. Vielleicht entdeckt der ein oder andere ja etwas, was für ihn interessant sein könnte.
Selbstverständlich gibt es noch viel viel mehr neue Sachen. Das Update der Neuerscheinungenliste auf der Homepage ist fast fertig und wird noch im Mai hochgeladen. Die drei bisherigen Post zeigen lediglich eine Auswahl interessanter Titel.

Urban Fantasy

Diana Rowland: Vom Dämon gezeichnet (Demon Marked) - Reihe: Kara Gillian - Band 1
Juli 2010 bei Lyx

Vom Dämon gezeichnet Mark of the Demon (Kara Gillian, #1)

Kurz und Knapp: Die Protagonistin Kara Gillian ist Polizistin, die bei ihren Ermittlungen das Beschwören von Dämonen einsetzt. Bei einer dieser Beschwörungen passiert ihr ein Mißgeschick, sie beschwört einen weit mächtigeren Dämon als beabsichtigt. Und der stellt sich nicht nur als gutaussehend, sondern auch als recht anhänglich heraus.

Das Buch steht in der englischen Ausgabe schon seit über einem Jahr in meinem Regal. Ich hatte mal ein Kapitel reingeschnuppert und war nicht auf Anhieb gefesselt, was bei mir aber nichts besonderes ist. Seitdem wartet es darauf, gelesen zu werden.

Jeaniene Frost: Nachtjägerin (First Drop of Crimson)
September 2010 bei Penhaligon

Nachtjägerin: Roman First Drop of Crimson (Night Huntress World, #1)

Kurz und knapp: Auch wenn es anders aussieht, es handelt sich hierbei nicht um Band 5 der beliebten Reihe um Cat und Bones, sondern um einen von mehreren geplanten Spin-off-Romanen, der in der gleichen Welt wie die "Nighthuntress"-Romane spielen. Hier geht es um Denis MacGregor, eine Freundin von Cat und Spade, einem alten Bekannten von Bones.

Interessant, dass dieser Band nun (wohl aufgrund des Erfolgs der anderen Titel der Autorin) zunächst bei Penhaligon gelandet ist, der sich selbst als Verlag für "All Age"-Fantasy bezeichnet. Denn die die beiden Romane, die ich aus der "Nighthuntress"-Reihe gelesen habe, waren nicht unbedingt jugendtauglich. Weder was das Gewaltpotential, noch was die doch recht ausführlichen Sexszenen angeht.

Molly Harper: Nette Mädchen beißen nicht
Oktober 2010 bei Lyx

Nette Mädchen beißen nicht Nice Girls Don't Have Fangs (Jane Jameson, #1)

Kurz und Knapp: Junge Frau wird gefeuert, trinkt und spricht sich den Kummer mit einem attraktiven Fremden in einer Bar von der Seele, wird danach auf dem Heimweg von einem betrunkenen Jäger für Wild gehalten und erschossen und schlließlich von dem netten Fremden in ein Unleben als Vampirin gerettet.

Während ich die Zusammenfassung hier geschrieben habe, habe ich mich ernsthaft gefragt, warum das hier auf meiner Liste auftaucht. Es klingt nicht nur nicht besonders einfallsreich, sondern auch ziemlich doof. Allerdings erinnere ich mich an einige ganz gute Reviews, als der englische Band erschien, also werde ich vielleicht einen Blick hineinwerfen. Wenn ich es wage, dieses Buch überhaupt in die Hand zu nehmen. Ehrlich Lyx, das Mädel ist zuckersüß, aber dieses Cover sieht einfach so trashig aus, das geht gar nicht. (wobei - Aufmerksamkeit ist alles, ne...)


Cay Winter: Hexenwut - Reihe: Babel - Band 1
Oktober 2010 bei Lyx

Babel 01. Hexenwut

Kurz und Knapp: Hexe Babel ermittelt in übernatürlichen Fällen und soll eine rätselhafte Mordserie aufklären. Magische und amouröse Komplikationen inbegriffen.

Mensch Lyx, ihr könnt es ja doch noch! Wunderschönes Cover, das der Hauptgrund dafür ist, dass das Buch überhaupt hier auftaucht. Urban Fantasy von einer deutschen Autorin. Werde ich mir definitiv mal ansehen, wäre zu schön, wenn da endlich mal was brauchbares dabei wäre.


Devon Monk: Magie im Blut - Reihe: Allie Beckstrom - Band 1
November 2010 bei Heyne

Magic to the Bone (Allie Beckstrom, #1) Magie im Blut: Roman

Kurz und Knapp: Magie fordert einen Preis und nur die, die schmerzfrei und rücksichtslos genug sind, sind auch bereit ihn zu bezahlen. Allie Beckstrom spürt die Leute auf, die Magie auf Kosten anderer missbrauchen. In diesem ersten Band stößt sie auf einen toten Jungen, von dem die Spur sie zu ihrem Vater führt, von dem sie sich seit langem losgesagt hat.

Für mich eine der interessantesten Publikationen dieser Saison, weil ich Devon Monks Magiekonzept spannend finde. Das englische Buch steht auch schon seit einigen Monaten (ungelesen) in meinen Regalen.

Diana Pharaoh Frances: Dunkle Fesseln (Bitternight) - Reihe: Horngate Witches - Band 1
Dezember 2010 bei Knaur

Shadowblade: Dunkle Fesseln: Roman Bitter Night (Horngate Witches, #1)

Kurz und knapp: Und noch einmal ein Magie/Hexen-Stoff. Es geht um eine junge Frau namens Max, die von ihrer ehemals besten Freundin Giselle, einer Hexe, zu ihrer Dienerin - oder besser Waffe, genannt "Shadowblade" - gemacht wird. Warum und wieso, das lässt sich wohl weder kurz und knapp erfassen, noch wiedergeben.

Das komplexe Weltenkonzept, das sich in den Inhaltszusammenfassungen andeutet, und die Tatsache, dass wir es hier mit einer Autorin zu tun haben, die kein Neuling ist, sondern sich bereits im klassischen Fantasy-Bereich einen Namen gemacht hat, lässt auf qualitativ gute Urban Fantasy hoffen. Eine ganze Reihe positiver Rezensionen bestätigen diesen Eindruck. Noch nicht in meinen Regalen, aber bald...

Nicole Peeler: Nachtstürme (Tempest Rising) - Reihe: Jane True  - Band 1
Januar 2011 bei Heyne

Nachtstürme: Roman Tempest Rising (Jane True, #1)

Kurz und knapp: Jane True war schon immer eine Außenseiterin in ihrem kleinen Fischerstädtchen. Ihre Mutter verschwand vor vielen Jahren in einer Sturmnacht auf geheimnisvolle Weise und sie selbst zieht es immer wieder in die unruhige See hinaus. Eines Tages stößt Jane auf das Opfer eines Mordfalles, der einen geheimnisvollen Ermittler in die Stadt treibt und sie vor eine Menge übernatürlicher Probleme stellt.

Ein weiteres Hightlight dieser Saison, das im Moment ganz oben auf meinem "Lesen"-Stapel liegt. Einige Rezensenten haben die Reihe mit den Sookie Stackhouse-Romanen verglichen, entsprechend neugierig bin ich. Übrigens gibt es nicht nur Meerwesen in dem Buch, wie das Cover verspricht, sondern auch einen Vampir... (Ich weiß noch immer nicht, ob ich das englische Cover schrecklich oder toll finden soll - einen irrwitzigen Charme hat es auf jeden Fall...)



Young Adult und All Age - oder auch: Jugendbücher


Lauren Kate: Engelsnacht (Fallen) - Reihe: Fallen - Band 1
August 2010 bei cbt

Engelsnacht Fallen (Fallen, #1) Torment (Fallen, #2)

Kurz und Knapp: Junges Mädchen verliebt sich in geheimnisvollen, wunderschönen Jungen, der nichts mit ihr zu tun haben will. Der Titel macht kein Geheimnis daraus: Es geht hier um (gefallene) Engel.

Alle Inhaltsbeschreibungen klingen für mich nach "Twilight" mit gefallenen Engeln statt Vampiren. Insofern ist der Inhalt für mich nur begrenzt interessant und ich konnte mich auch zurückhalten, es zu kaufen, obwohl mich so sehr in das Cover verliebt hatte. Gute Entscheidung des deutschen Verlages, das Originalcover zu behalten! (Ich mag das Cover zu Band 2 fast noch mehr, deshalb ist es auch hier).

Maggie Stiefvater: Nach demm Sommer (Shiver) - Reihe: Shiver - Band 1
September 2010 bei Skript 5

Nach dem Sommer Shiver (The Wolves of Mercy Falls, #1)

Kurz und knapp:
Zarte Liebesgeschichte zwischen einem Mädchen und einem Werwolfjungen im winterlichen Setting.

Das Buch ist ein Fall für meine Abbruchopfer-Liste und hat es eigentlich gar nicht so sehr verdient. Vor 1 1/2 Jahren hatte ich Stiefvaters ersten Roman "Lament" (als "Lamento" bei Knaur erschienen) gelesen und war ziemlich angetan. Seitdem sind viele paranormale Teenieromanzen ins Land gegangen und ich habe mich an dem Genre abgelesen. Nichtsdestotrotz kann ich Shiver durchaus empfehlen, denn die herbstliche und winterliche Atmosphäre, die die Autorin aufbaut, ist wirklich sehr schön. (Und Skript5 hat dem Buch wirklich ein tolles Cover gegeben - obwohl ich das britische noch etwas mehr mag.)


Meredith Anne Pierce: Engel der Nacht (Nightangel, A Gathering of Gargoyles, The Pearl of the Soul of the Night) - Reihe: Nightangel - Band 1-3

Engel der Nacht: Roman

Kurz und knapp: Märchenhafter Vampir-Engel-Mix. Junges Mädchen wird von dem gefürchteteten überirdisch schönen Darkangel entführt, der jungen Frauen die Seelen raubt.

Eigentlich hätte das Buch in den letzten Post gehört, da ich Band 1 auf der Seite rezensiert habe. Ich hatte ihn aber leider übersehen, deshalb also hier noch einmal. Der Heyne-Verlag bringt alle drei Teile der Serie (Band 3 das erste Mal in deutscher Übersetzung) in einem dicken Band heraus.


So, jemand  bis hier durchgehalten? Ja? Dann kommt meine Frage an euch:
Habt ihr schon etwas in den Neuerscheinungen der Verlage gestöbert? Was sind eure Highlights? Was wollt ihr kaufen? Worauf seid ihr neugierig?


busy
Diese Ausgabe versammelt die Titel, die ich bereits im englischen Original gelesen/besprochen habe und die jetzt in einer deutschen Ausgabe erscheinen:

(Achtung, ich lasse mich hier vor allem über die Optik aus, über die Bücher habe ich ja in den verlinkten Rezensionen genug gesagt)


Chloe Neill: Frisch gebissen (Chicagoland Vampires - Band 1)
Originaltitel: Some Girls Bite - Rezension
Lyx, ab Februar 2011, 9,95 €

Some Girls Bite (Chicagoland Vampires, #1) Some Girls Bite: A Chicagoland Vampires Novel: A Chicagoland Vampires Novel, Book 1 (Chicagoland Vampires Series) Chicagoland Vampires 01. Frisch gebissen

amerikanisches | britisches | deutsches Cover

Endlich bekommt die arme Chloe Neill ein annehmbares Cover verpasst. Die Lyx-Version versetzt mich zwar nicht in Entzücken und so richtig zum Inhalt passen tut es auch nicht, aber sie sieht wenigstens hübsch aus. Es war ja schon ein Wunder, wie die Briten es geschafft haben, dass billige amerikanische Cover durch eines zu ersetzen, dass noch schlimmer ist, weil es den Roman wie ein schlechtes Jugendbuch aussehen lässt - was es definitiv nicht ist.
Übrigens fand ich den Lyx-Titel "Frisch gebissen" erst ziemlich doof. Andererseits ist er auch nicht schlechter als "Some Girls Bite" und er hat immerhin einen Bezug zum Inhalt.



Ilona Andrews: Magische Begegnung (Land der Schatten - Band 1)

Originaltitel: On the Edge (The Edge - Band 1) Rezension
Lyx, ab November 2010


On the Edge (The Edge, #1) Land der Schatten: Magische Begegnung

Ehrlich? Ich HASSE das deutsche Cover. Zugegeben, das amerikanische Cover ist gewöhnungsbedürftig und dieser Fabio-Verschnitt in der linken oberen Ecke ist wirklich übel (er ist bei mir bis heute mit dem Preisschild überklebt). Aber: Die junge Frau auf dem Cover könnte wirklich Rose sein und es vermittelt auch ein ganz gutes Bild von der Stimmung des Romans. Was das hübsche asiatische Mädchen auf dem Lyx-Cover da macht, weiß ich auch nicht. Die ganze Stimmung, die dieses Bild - vor allem durch das kühle Blau - vermittelt, hat nicht das geringste mit dem Buch zu tun. Ich hoffe ganz stark, es findet trotzdem die richtigen Käufer. Zum Glück hat Ilona Andrews schon deutsche Fans.
(Lustig, ich hätte gedacht, man würde mehr auf die romantische Schiene gehen. Schließlich ist "On the Edge" zu mindestens einem Drittel ein Liebesroman - und die verkaufen sich in Dtl. meist besser als Urban Fantasy).



Adrian Phoenix: Schwingen der Nacht und Die Rückkehr des Engels (Nightfall - Band 1 und 2)

Originaltitel: A Rush of Wings Rezension und In the Blood (Maker's Song Band 2)
Heyne, Dezember 2010 und und März 2011

A Rush of Wings (The Maker's Song, #1) Nightfall  - Schwingen der Nacht: Roman In the Blood (The Maker's Song, #2) Nightfall - Rückkehr des Engels: Roman

Nachdem das englische Buch ein wenig nach Fetisch-Erotik aussah, konnte die deutsche Version nur eine Verbesserung sein. Ich mag die Gestaltung des ersten Bandes nicht wirklich, weil es diese Twilight/Evermore-Optik einer roten Blume auf weißem Grund aufgreift, was merkwürdig unpassend ist. Aber ganz allgemein kann ich die düstere Grundstimmung in der Optik immerhin wiederfinden.



Und noch zwei Kandidaten, die zu laufenden Reihen gehören, deren Aussehen also nicht besonders erstaunen wird:

Ilona Andrews: Magisches Blut (Stadt der Finsternis - Band 4)

Originaltitel: Magic Bleeds
Lyx, Januar 2011

Patricia Briggs: Zeichen des Silbers (Mercy Thompson - Band 5)

Originaltitel: Silver Borne Rezension
Heyne, Januar 2011


Stadt der Finsternis 04: Magisches Blut Zeichen des Silbers: Mercy Thompson 5 - Roman


Der nächste Teil wird sich mit interessanten neuen Titeln beschäftigen, die ich noch nicht gelesen habe.

excited
Ich habe mich heute mal durch die Verlagsvorschauen der kommenden Monate gewühlt und viele hübsche neue Sachen entdeckt. Eine Komplettliste wird es wie immer beim nächsten Update in der Übersicht der Neuerscheinungen geben. Aber da ich ja nun das Blog habe, dachte ich, ich kann ein paar meine Funde mit Bild zeigen. Das meiste sind keine Vampirromane, sondern Urban Fantasy oder Fantasy im Allgemeinen, aber damit nehme ich es hier im Blog ja ohnehin nicht so genau.

Es sind leider noch nicht viele Cover bei amazon hinterlegt, und da goodreads, mit dem ich die Bildchen hier einbinden kann, seine Daten von dort bezieht, werde ich die meisten Sachen erst in künftigen Postings zeigen können. Heute also nur ein kleiner Vorgeschmack mit den wunderschönen Covern des Knaur-Imprints "PAN", die sich auf phantastische All-Age-Literatur spezialisiert haben. Ich habe bislang nur wenig aus diesem Verlag gelesen, aber sie machen immer sehr sehr schöne Cover, die bei mir ein Kribbeln in den Fingern auslösen.

Zum Vergleich zeige ich auch immer (wenn es eines gibt) das amerikanische Originalcover.


Kelley Armstrong: Die dunklen Mächte

Die dunklen Mächte: Schattenstunde: Roman Die dunklen Mächte: Seelennacht: Roman The Summoning (Darkest Powers, #1) The Awakening (Darkest Powers, #2)

Mehr Informationen...

Kelley Armstrongs neue Jugendbuchreihe gibt es ab Oktober/Dezember 2010 auch auf Deutsch zu lesen.
Mir gefallen beide Cover-Versionen sehr gut. Lesen werde ich es aber eher nicht. Da würde ich eher endlich mal die "Women of the Otherworld"-Serie anpacken.

Malinda Lo: Ash

Ash: Roman Ash

Mehr Informationen...

Was ich auf jeden Fall genauer ansehen werde, ist "Ash", das im September erscheint. Dass die Heldin sich hier nicht in den Prinzen sondern in eine weibliche Figur verlieben soll, scheint mir eine schöne Abwechslung vom derzeitigen Einerlei.
Das deutsche Cover finde ich wunderschön. Es ist die aufgehellte Version des amerikanischen Originalcovers. Deshalb hier zum Vergleich das (ebenfalls sehr hübsche) britische Cover.

Janika Nowak: Das Lied der Banshee

Das Lied der Banshee: Roman

Mehr Informationen...

Ein Buch einer deutschen Autorin, in dem es (wie man unschwer am Titel erkennt) um die irische Sagenwelt geht.
Ein sehr hübsches Buch, das ich mir ebenfalls auf jeden Fall genauer ansehen werde.


Demnächst mehr...

amused
...gibt es ein Wiedersehen mit Stephenie Meyers Twilightuniversum:

Wie heute (überraschend?) bekannt wurde, werden Twilightfans schon ab 5. Juni neuen Lesestoff bekommen:
"The Short Second Life of Bree Tanner" wird das nur um die 190 Seiten starke Büchlein heißen und die Geschichte einer der Nebenfiguren aus Eclipse (Bis(s) zum Abendrot) erzählen.

The Short Second Life of Bree Tanner

Stephenie Meyer erklärt selbst, dass die Erzählung ursprünglich als Kurzgeschichte für die Homepage gedacht war, dann aber länger wurde als geplant und nun doch als Buch veröffentlicht wird. (Praktisch, oder? So verdient man Geld. ;))

Die deutsche Ausgabe wird "Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl" heißen und ebenfalls am 5. Juni erscheinen. (Ganz ehrlich, als ich die Meldung auf boersenblatt.net las, musste ich zwei Mal auf den Kalender sehen, ob nicht schon der erste April ist. Vielleicht sollte man vom "Bis(s)"-Konzept abweichen, bevor die Titel noch seltsamer klingen?).

Wer des Englischen mächtig ist, kann die Geschichte übrigens von 5. Juni bis 7. Juli gratis online lesen (siehe Pressemitteilung).

Quellen:
http://www.boersenblatt.net/376181/
http://www.stepheniemeyer.com/pdf/tsslobt_pr.pdf (Pressemitteilung auf englisch)


Persönlich habe ich mit Twilight im allgemeinen  und Frau Meyer im speziellen abgeschlossen, so dass das Buch für mich nicht von Interesse ist. Deshalb meine heutige Frage:

Wie interessant ist dieses neue Buch für euch?


stuck
Mal wieder eine nichtvampirische Buchbesprechung, oder besser zwei. Auch gar nicht düster, dafür ein wenig phantastisch und romantisch. Die beiden Bücher dürften mittlerweile fast jedem schon einmal über den Weg gelaufen sein, nicht zuletzt wegen der auffälligen Cover:

Rubinrot - Liebe geht durch alle Zeiten Saphirblau


Rubinrot

Schon immer stand die sechzehnjährige Gwendolyn im Schatten ihrer hübschen Cousine Charlotte. Denn die hat, davon ist jeder überzeugt, das Zeitreisegen ihrer Familie geerbt und jeder wartet nur darauf, dass sie ihren ersten Zeitsprung macht. Umso erschrockener ist Gwen, als sie ein Ziehen im Bauch verspürt und plötzlich – schwupps – für wenige Minuten in der Vergangenheit landet.
Tatsächlich muss ihre Familie bald mit Entsetzen feststellen: Es ist Gwen, die das Zeitreisegen geerbt hat und nun völlig unvorbereitet die Stelle ihrer Cousine einnehmen muss. Gwen ist darüber gar nicht so glücklich. Nicht nur, dass sie mit einem Mal von den Mitgliedern eines merkwürdigen Geheimbundes herumgeschoben wird, ohne dass man sie in all all die umherschwirrenden Geheimnise einweiht und auch das komische Ziehen und die Zeitsprünge sie ab jetzt jeden Tag begleiten, sie soll auch noch mit dem sehr attraktiven, aber absolut unausstehlichen Gideon zusammenarbeiten...

Kerstin Gier hat mit „Rubinrot“ eine sehr vergnügliche Zeitreiseromanze für Jugendliche (ab 12) geschrieben. Die Erzählstimme der Heldin Gwendolyn führt den Leser mit viel Witz und Lebendigkeit durch die Geschichte und macht einen großen Teils des Charmes der Reihe aus. Gwen ist mal keine dieser außergewöhnlichen Mädchenfiguren, die uns JugendbuchautorInnen so gern präsentieren. Sie ist kein unverstandener intelligenter Bücherwurm, sondern ein relativ normales Mädchen. Eins, das nicht viel liest, sondern lieber Filme mit ihrer besten Freundin Leslie guckt, bei Fachwörtern ins Schleudern kommt und eigentlich auch ziemlich zufrieden mit sich selbst ist. Zugegeben, manchmal nervt Gwen ein wenig mit ihrer Unbedarftheit und Begriffsstutzigkeit. Ein wenig klüger hätte man sich die Protagonistin dann doch gewünscht. Gleichzeitig legt die Figur dann aber auch wieder eine naive Schläue an den Tag, für die man sie einfach mögen muss. Und natürlich verfällt sie (genauso wie die geneigte Leserin) früher oder später dem hübschen Gideon, der in bester Liebesromantradition erstmal den Kotzbrocken mimt und erst nach und nach seine liebenswerten Seiten zeigt.
Die Geschichte spielt in Großbritannien und das ist für mich eindeutig eine der Schwächen des Buches, selbst wenn es inhaltlich durchaus Sinn macht. Ich finde es auch nicht grundsätzlich verkehrt, wenn eine deutsche Autorin den Schauplatz ihrer Geschichte ins Ausland verlegt, aber hier wirkt es seltsam. Es fühlt sich gestellt und unnatürlich an und es gibt sogar kleine Fehler, etwa wenn vom Duzen und Siezen gesprochen wird, etwas, das es ja im Englischen so gar nicht gibt.
Die Geschichte mit dem Zeitreisegen ist dafür eine schöne Idee und man merkt, dass Kerstin Gier sich hier ein ausführliches Konzept überlegt hat, das unter anderem auf der historischen Figur des Grafen Saint Germain gründet. Und dieses Konzept funktioniert auch, sofern man nicht genauer darüber nachdenkt. Zeitreisegeschichten haben es leider so an sich, dass sie früher oder später unlogisch werden, das ist auch hier nicht anders. Aber dieses Buch macht es einem so unglaublich einfach, nicht darüber nachzudenken. Denn es ist durch und durch lockerflockig leichte Unterhaltung und man ist viel zu sehr damit beschäftigt, sich zu amüsieren, als dass man dazu käme, sich über die tiefere Logik Gedanken zu machen.
Am Ende war mir die ganze Sache dann fast schon zu lockerflockig, denn viel zu schnell war ich auf der letzten Seite angelangt und musste feststellen, dass mir dann doch irgendwie die Substanz fehlte. Darüber sollte man sich im Klaren sein, wenn man das Buch liest: Es ist wirklich nur nette Unterhaltung, zum Schmökern, zum Giggeln und zum Mitfiebern, aber eben nicht mehr. Und es ist definitiv ein Jugendbuch, denn der Erzähltön der Heldin hat doch etwas sehr kindliches an sich, was manchen erwachsenen Leser stören könnte.
Normalerweise hätte ich es bei einem Buch, das nach nur knapp über 300 Seiten an einem Punkt endet, der keineswegs das Ende der Geschichte ist und so wenig Tiefe zu beten hat, bereut, Geld in ein Hardcover investiert zu haben. Hier ist es anders. Nicht nur, dass es mit 14,95€ selbst für ein Jugendbuch sehr günstig ist, die Ausstattung ist jeden Cent wert. Da wäre nicht nur das absolut geniale Cover von Eva Schöffmann-Davidov, das mich wünschen lässt, dieses Buch frontal ins Regal zu stellen (wäre da nur mehr Platz übrig), auch der Verlag legt ein qualitativ gutes Buch vor: Die ganze Aufmachung ist stimmig an das Cover angepasst und als einer von wenigen Verlagen bindet Arena seine Bücher noch mit stabiler Fadenheftung. Ein großes Lob dafür!


+++++

Und weil ich dann am Ende doch wissen wollte, wie es weitergeht und auch das Cover des zweiten Buches so unglaublich hübsch – wenn nicht hübscher – ist, musste Band 2 einige Wochen später auch her :

(ACHTUNG Spoiler für Band 1 – Weiterlesen auf eigene Gefahr!)

Saphirblau

„Saphirblau“ setzt genau da an, wo „Rubinrot“ aufhört, nämlich bei Gwens und Gideons erstem Kuss. Eines sei verraten: Es bleibt nicht der einzige dieses Buches. Aber so richtig Zeit bleibt Gwen und Gideon nicht, das verliebte Pärchen zu mimen, denn weiterhin werden sie auf gefährliche Zeitreisemissionen geschickt und das sorgt mehr als einmal für Verwirrung und Mißverständnisse.

Ich habe „Saphirblau“ in für mich absoluter Rekordgeschwindigkeit an einem Abend gelesen. Wie schon „Rubinrot“ macht es dieses Buch sehr leicht, die Welt um sich herum zu vergessen und sich gut unterhalten zu lassen.
Highlight des Buches ist mit Sicherheit Xemerius, der kleine unsichtbare Wasserspeierdämon, der jetzt zu Gwens Begleiter wird. Ein sehr geschickter Schachzug der Autorin. Denn Xemerius ist nicht nur einer der niedlichsten Sidekicks, die ich kenne und sorgt mit seinen Kommentaren für viele lacher (ich sage nur: Heuhaufen! *g*), er kann Gwen und damit auch den Leser mit Informationen versorgen, die sonst in der Ich-Perspektive nur schwer zu übermitteln gewesen wären.
So endet dann auch dieses Buch nach 360 Seiten viel zu früh und natürlich erneut mit einem Cliffhanger. Und mit einem Mal fragt man sich, ob die Geschichte überhaupt nennenswert vorangetrieben wurde und muss sich selbst die Antwort geben: Nein, wurde sie nicht. Band 1+2 umfassen zusammen nicht einmal eine Woche Handlungszeitraum. Dafür passiert ganz schön viel, aber man hat eben auch das Gefühl irgendwie noch in der Einleitung der Geschichte zu sein und und nicht am Ende des zweiten Drittels einer geplanten Trilogie. Problematisch empfinde ich das zum einen im Hinblick auf die Liebesgeschichte. Es wirkt schon ein wenig albern, dass die beiden hier innerhalb von nicht einmal einer Woche die große Liebe entdeckt haben (In Ordnung, Gwen ist ein Teenie, also ist das nicht so abwegig, aber Gideon?). Zum Anderen macht es mir Sorgen, für den letzten Band „Smaragdgrün“. Irgendwie fürchte ich, dass all die losen Fäden einer durchaus nicht ganz unkomplexen Geschichte nur nachlässig zum Ende gebracht werden. Letztlich bleibt nur Abwarten und sehen, was die Autorin daraus macht. In jedem Fall habe ich mich erneut sehr gut unterhalten gefühlt und sehr viel mehr werde ich jetzt einfach auch vom letzten Band, der schon im Septeber/Oktober erscheint, nicht erwarten.

+++++


Übrigens ist auch schon eine Verfilmung der Bücher geplant – was auch sonst.

 



stuck

Es gibt ja Leute, die lesen jedes Buch zu Ende. Ich gehöre definitiv nicht dazu. Ich lese selbst manchmal Bücher nicht zu Ende, die mir eigentlich gefallen. Dinge, die ich nicht komplett gelesen habe, rezensiere ich natürlich nicht. Hier deshalb eine kleine Auswahl meiner schnöde abgebrochenen und deshalb auf der Seite unbesprochenen Bücher:

1. Stephenie Meyer: Breaking Dawn
Der prominenteste Titel auf der Liste gleich zuerst. Ich bin ja bekannterweise auch ein "Twilight"-Opfer. Man kann viel (schlechtes) über Stephenie Meyer sagen, das meiste vermutlich sogar zu Recht, aber ihr ist es gelungen mit ihrem Auftaktband eine Art "Magie" zu erzeugen, die unglaublich viele Menschen anspricht und einfängt (andere dafür aber so gar nicht). Danach ist man dann irgendwie unter der Twilight-Glocke. Man fiebert jedem neuen Band entgegen, selbst wenn man es dann doch langsam ahnt: Stephenie Meyer ist abgesehen von dem, was sie da mit Band 1 geschafft hat, keine tolle Autorin. Ihre Plots sind äußerst dünn und die deutschen Übersetzungen schmeicheln den Büchern sprachlich gesehen, etwas, was selten genug ist. Breaking Dawn (Twilight, #4)
Ich bleibe dennoch dabei, dass "Twilight" ein wunderschöner Mädchen-Liebesroman (nicht mehr und nicht weniger) ist. Die Fortsetzungen habe ich dann vielleicht etwas positiver wahrgenommen, als sie wohl sind, aber ich war ja noch im "Twilight"-Rausch. Aber nichts ist geeigneter, um einen aus diesem Rausch zu erwecken, als "Breaking Dawn", dieses fürchterliche, fürchterliche, fürchterliche Buch. Es ist so viel falsch an diesem Buch, auf der moralischen, auf der geschmacklichen, auf logischen Ebene, dass es mir irgendwann regelrecht Übelkeit beschert hat. Es ekelt mich einfach an, welche Weltanschauung Frau Meyer hier jungen Mädchen über die Kitschebene einzuimpfen versucht. Ganz abgesehen davon, dass es auch inhaltlich und handwerklich kein gutes Buch ist.
Nach nicht einmal der Hälfte war für mich Schluss. Später habe ich mich im Internet darüber informiert, was mir "entgangen" ist und bin zu dem Schluss gekommen, dass der Abbruch genau die richtige Entscheidung war.
Chancen, dass ich das noch beende: Nur falls ich doch noch meinen Unmut in einer Rezension loswerden will. Aber es gibt mittlerweile so viele vernichtende Kritiken, die meine Meinung auch ganz gut wiedergeben, da muss ich mir das eigentlich nicht antun.


2. Robin McKinley: Sunshine/Atem der Nacht
Eines Vorweg: Dieses Buch hat eines der großartigsten Cover, die ich kenne. Die angekettete Frau im roten Kleid, auf dem im Schachbrettmuster gefliesten Boden; einfach unglaublich atmosphärisch. Und dazu ist es tatsächlich eine Szene aus dem Buch.
Sunshine
Die Geschichte erinnerte mich an "Blutgesang" von Nancy Baker, einer meiner Lieblinge.
Wirklich schlecht ist das Buch auch nicht. Allerdings muss man diesen erzähltextlastigen und dialogarmen Stil mögen. So wirklich wurde ich damit aber nie warm. Irgendwann habe ich im Schneckentempo gelesen, dann ganz aufgehört.
Chancen, dass ich das noch beende: Hoch, da ich es ja generell nicht schlecht finde.


3. Karen Mending: In drei Tagen bist du wieder tot

Urban Fantasy von der Stange, kein tolles Weltenkonzept, eine mäßig sympathische Heldin. Weder ein schlechtes noch ein besonders gutes Buch. Mir fehlte einfach die Motivation, das zu beenden.
Chancen, dass ich das noch beende: Keine Ahnung. Im Moment habe ich keine Lust darauf.


4. Kim Harrrison: Dead Witch Walking (Blutspur)Dead Witch Walking (Rachel Morgan/The Hollows, #1)
Das ist wirklich ewig her. Damals hatte ich außer Anita Blake nichts in der Art gelesen (es war auch noch lange nicht auf Deutsch erschienen). Es hat mich einfach beim ersten Versuch nicht gepackt, also landete es wieder im Regal.
Chancen, dass ich das noch beende: Nachdem Scarabae die Reihe schon seit einer Weile begeistert für mich rezensiert, überlege ich, es noch einmal damit zu versuchen.


5. Caitlin Kittredge: Night Life (Schattenwölfe)

Es gab keinen der Charaktere, den ich auch nur annähernd sympathisch fand, nach der Hälfte wollte ich mich nicht mehr weiter hindurchquälen.
Chancen, dass ich das noch beende: 0


6. Elizabeth Kostova: Der Historiker
Eine sehr gutes Buch, zumindest soweit ich das nach den ersten 200 Seiten beurteilen kann. Zu gut, um es vom Alltagsstress zerhackstückeln zu lassen. Sprich: Dieses Buch bewahre ich mich für ganz besondere ruhige Stunden auf. Wann immer die auch kommen mögen -_-
Chancen, dass ich das noch beende: 100%


7. Lynda Hilburn: The Vampire Shrink (Kismet Knight - Die Vampirpsychologin)

Uff, die Story klang amüsant. Eine Psychiaterin mit einem Vampir als Patient. Die Umsetzung war eher anstrengend. Kismeth Knight ist entsetzlich nervig und bekommt bei jedem Mann, der ihr begegnet Hitzewallungen. Die hatte ich auch, aber eher vor Wut, kurz bevor das Buch in der Ecke wieder im Regal landete.
Chancen, dass ich das noch beende: 0


8. Lynn Raven: Das Herz des DämonsDas Herz des Dämons
Hilfe, seit "Breaking Dawn" stecke ich in einer tiefen "Urgs, Teenievampirroman"-Phase. Zwar mochte ich den Vorgänger, aber als Dawn auf den ersten Seiten am Arm ihres coolen Vampirfreunds durch die Schule spaziert, musste ich das Buch spontan wieder zuschlagen.
Chancen, dass ich das noch beende: nicht auszuschließen


9. Dan Simmons: Kinder der Nacht

Von vielen als das spannendste Buch überhaupt gerühmt, habe ich mich gleich bei Erscheinen auf die Neuauflage gestürzt. Die Schilderungen Rumäniens unter CeauÅŸescu sind sehr eindrucksvoll. Leider schaffte es das Buch aber bis zur Hälfte nicht, mich wirklich zu packen.
Chancen, dass ich das noch beende: 50%


10. Laurell K. Hamilton: Narcissus in Chains

Der Anfang vom Ende der Anita Blake Romane war eigentlich schon Band 8, trotzdem habe ich es noch bis zu diesem Band 10 versucht, den ich irgendwann endgültig abgebrochen habe, nachdem Anita immer mächtiger und sexuell freizügiger und die Plots immer sinnloser (die Bücher aber immer dicker) wurden.
Chancen, dass ich das noch beende: 10%


Und wie immer noch eine Frage:

Was sind eure "Abbruchopfer"? Oder quält ihr euch durch jedes Buch?


stuck
Als ich dieser Tage meine Besprechung zu "Mercy Thompson - Homecoming", dem ersten Comic zur Buchreihe von Patricia Briggs geschrieben habe, habe ich mir Gedanken gemacht, welche übernatürlichen Reihen es mittlerweile in einer Comicadaption gibt. Und dann dachte ich, es wäre nett, eine kleine Übersicht zu machen.

Laurell K. Hamilton: Anita Blake


Anita Blake, Vampire Hunter: The First DeathAnita Blake, Vampire Hunter: Guilty PleasuresAnita Blake, Vampire Hunter: The Laughing Corpse,  Volume 1: Animator Anita Blake, Vampire Hunter: The Laughing Corpse, Volume 2: Necromancer
The First Death
erzählt eine Vorgeschichte
Guilty Pleasures
entspricht dem 1. Band
The Laughing Corpse 1+2
entspricht dem 2. Band


Jim Butcher: The Dresden Files

Welcome to the Jungle (The Dresden Files, Prequel) Jim Butcher: Dresden Files 01: Willkommen im Dschungel 
Welcome to the Jungle/Willkommen im Dschungel
erzählt eine extra für den Comic geschriebene Geschichte
auf Deutsch bei Panini erschienen
Fool Moon Vol. 1
ab April geht es nach fast 2 Jahren weiter
"Fool Moon" ist der zweite Band der Buchreihe


Patricia Briggs: Mercy Thompson

Mercy Thompson:  Homecoming (Mercedes Thompson, Prequel) 
Homecoming/Heimkehr
erzählt die Vorgeschichte
auf Deutsch ab April bei Panini
Moon Called
erzählt den ersten Band
Erscheinungstermin noch unbekannt


Ellen Schreiber: Vampire Kisses

Vampire Kisses: Blood Relatives, Volume I Vampire Kisses: Blood Relatives, Volume II Vampire Kisses: Blood Relatives, Volume III
Vampire Kisses - Blood Relatives
Mangaumsetzung der Buchreihe
Auf Deutsch bei Tokyopop erschienen


Stephenie Meyer: Twilight

Twilight: The Graphic Novel, Volume 1
Volume 1
ab März
(von einer Koreanerin gezeichnet, der leichte Manga (oder besser: Manhwa ;)) - Einfluss lässt sich nicht leugnen.)


Anne Rice: Vampire Chronicles

Anne Rice's The Vampire Lestat: The Graphic Novel
The Vampire Lestat
Diese Comicadaption stammt von 1991 und ist längst nicht mehr im Druck.
Es gab ebenfalls Comicumsetzungen von "Interview mit einem Vampir", "Queen of the Damned" (das mangels Erfolg eingestellt wurde) und "The Tale of the Body Thief". Nichts davon ist mehr im Druck und wohl nur mühsam und teuer bei Ebay und Co zu bekommen.
Außerdem gibt es einen Manga zu "Interview mit einem Vampir", der soweit ich weiß nur in Japan erschienen ist.


In Planung:

Kim Harrison: The Hollows (Rachel Morgan)
In ihrem Blog gibt es erste Bilder aus den Comics:
kimharrison.wordpress.com/tag/hollows-graphic-novel/

Patricia Briggs: Alpha & Omega
Nach Mercy Thompson soll auch die ihre zweite Serie eine Umsetzung als Comic bekommen. Der erste Band wird "Cry Wolf" sein.




Das sind die, von denen ich weiß. Vielleicht ist mir ja einer entgangen, fühlt euch frei, mir das in den Comments mitzuteilen. (Und "Buffy" gilt nicht, selbst wenn es Bücher dazu gab, es war eine Fernsehserie ;))

Und meine Fragen diesmal: Was haltet ihr von diesen Comicadaptionen? Und: Zu welcher Serie würdet ihr gerne eine Graphic Novel sehen?



content
Ich habe "On the Edge" bereits vor einigen Monaten gelesen. Da sich im ganzen Roman nicht ein Fangzahn zeigt, konnte ich es nicht auf der Seite rezensieren, aber dafür gibt es ja nun das Blog.

On the Edge (The Edge, #1) Autor: Ilona Andrews
Titel: On the Edge
Reihe: The Edge 1
Verlag: Ace, 2009
ISBN: 0441017800
Seiten: 309
Preis: c.a. 5-6 Euro

Genre: (Urban) Fantasy, Paranormal Romance

(Die Reihe wird auf Deutsch bei Lyx erscheinen, ein Erscheinungstermin ist noch nicht bekannt.)

Inhalt:
Rose Drayton lebt in „the Edge“ einem schmalen Streifen, der den Übergang zwischen zwei sehr gegensätzlichen Welten markiert: „the Broken“ ist die uns bekannte Welt, in der es Waltmart, Schusswaffen und keinerlei Magie gibt. Auf der anderen Seite liegt „the Weird“ eine von Magie bestimmte Welt, in der blaublütige Adelige die Geschicke lenken.
Rose wechselt jeden Tag über nach Broken, um dort den Lebensunterhalt für sich und ihre beiden jüngeren Brüder zu verdienen. Nach Weird würde sie niemals einen Fuß setzen. In ihrer Jugend hat Rose die Dummheit begangen, zu enthüllen, dass sie Magie weit besser lenken kann als andere Edger. Danach tauchten nicht nur Edge-Bewohner, sondern auch abgehalfterte Adelige aus Weird auf ihrer Türschwelle auf, um sie (notfalls mit Gewalt) zur Ehe und damit Nachwuchsproduktion zu „überreden“. Mittlerweile ist es zwar ruhiger geworden, aber die Angst bleibt. Zu Recht, wie es scheint, als eines Tages der blaublütige Magier Declan Camarine auftaucht und unmissverständlich klarmacht, dass er nicht ohne Rose als seine Ehefrau nach Weird zurückkehren wird. Während Rose noch damit beschäftigt ist, Declan zu verdeutlichen, dass sie ihm eher ein Loch ins Knie schießen, als seine Frau werden wird, tauchen plötzlich gefährliche Monster im friedlichen Edge auf. Schnell wird den beiden klar, dass sie es hier mit einem Gegner zu tun haben, den sie besiegen müssen, wollen sie nicht die Zerstörung von Edge riskieren.

Meine Meinung:
Ilona Andrews ist hierzulande, wenn überhaupt, eher für ihre Urban Fantasy Reihe um Kate Daniels bekannt. „On the Edge“ ist ihr erster Vorstoß in die Paranormal Romance. Aber es wäre nicht Ilona Andrews, wenn dieses Buch tatsächlich nur ein kitschiger Liebesroman mit übernatürlichen Charakteren wäre. Vielmehr ist „On the Edge“ unterhaltsame und spannende (Urban) Fantasy mit fiesen Monstern und einem Romance-Element. Ich meine, welcher Liebesroman beginnt schon damit, dass die Heldin einen Zombie niederstreckt, der ehemals ihr Großvater war?

Das Weltenkonzept (Broken, Ege, Weird) ist natürlich nicht extrem neu oder originell, aber während man das Buch liest, wirkt es trotzdem so. Ich liebe es, wie diese Autorin immer wieder eine runde und überzeugende Welt für ihre Geschichten entwirft, ohne dabei zu viel komplizierten Schnickschack zu erfinden und den Leser mit Erläuterungen ihres Weltenbaus zu langweilen.

Ähnlich überzeugend sind auch ihre Figuren. Es gibt eine Reihe toller Nebencharaktere, über die ich gar nicht zu viel sagen werde, außer: Ich liebe Rose' kleine Brüder.
Die Protagonisten, Rose und Declan, könnten das typische Liebesromanpaar sein. Sie ist willensstark und stur, er hochnäsig, unglaublich gutaussehend und ebenfalls stur. Also genau das, was man in der Romance so oft liest und was mich in der Regel entsetzlich langweilt. Das Spannende an Rose und Declan ist, dass diese Figuren mit einer Persönlichkeit unterfüttert sind. Beide sind mehr als die üblichen Liebesromanmasken. Bei Rose merkt man das schon zu Beginn, Declan dagegen lernt man erst im Verlauf des Buches kennen. Anfangs hatte ich von ihm den gleichen Eindruck, den wohl auch Rose zu Beginn hatte: ein typisches Alphamännchen, gutaussehend, aber wenig Charakter. Doch dann, wenn Declan beginnt mit Rose und ihrer Familie zu interagieren und man mehr über seine eigentliche Motivation erfährt, gewinnt diese Figur mehr und mehr an Tiefe. Die zu erwartende aufkeimende Romanze hat nicht zuletzt deshalb auch ein gutes Timing. Rose und Declan lernen einander im Verlauf des Buches besser kennen und am Ende sind es tatsächlich Gefühle und Respekt voreinander, die sie verbinden und nicht die bloße körperliche Anziehung, die so viele Liebesromanpärchen bereits innerhalb der ersten 100 Seiten in die Laken sinken lässt.
Das Einzige, was mich wirklich auf die Palme getrieben hat, war das definitiv zu häufige Erwähnen von Declans blendendem Aussehen. Das war ein wenig, als hätte sich Ilona Andrews zwischendurch immer wieder erinnern müssen: Moment, zu viel Action, zu viele Monster, ich schreibe hier ja Romance, also nochmal flugs erwähnt, wie lecker mein Held ist. Hätte sie eigentlich nicht nötig gehabt. Ilona ist ohnehin am besten, wenn sie düster und witzig zugleich ist und die Romantik nur in Einsprengseln passiert.

Tatsächlich ist es aber das erste Buch aus der Richtung „Paranormal Romance“, das ich wirklich genossen habe (wobei, Jeaniene Frost geht auch in die Richtung, und da mochte ich Band 1). Irgendwie sträube ich mich tatsächlich ein klein wenig, dieses Buch tatsächlich als Paranormal Romance zu bezeichnen (obwohl ich es in dieser Besprechung nicht gerade selten getan habe *g*). Viele PR-Romane sind völlig auf die Liebesbeziehung konzentriert, die Handlung dahinter ist eher Staffage. Das Gefühl hatte ich hier nicht. Es gibt einen eigenständigen Plot, der auch ohne die Liebesgeschichte funktioniert hätte. Dazu kommen die typischen Andrews-Zutaten: toller Humor mit einem großartigen Sinn für Situationskomik und ein paar wirklich eklige und furchterregende Monster. Auf der anderen Seite muss ich aber zugeben, dass die Romanze zwischen Rose und Declan trotzdem einen nicht unerheblichen Teil des Buches ausmacht.

Wie dem auch sei: Ich hatte eine durchwachte Nacht und extrem viel Spaß mit diesem Buch. Allerdings bevorzuge ich die „Kate Daniels“-Romane. Einerseits, weil ich Romantik in meinen Büchern in kleineren Dosen mag, andererseits weil ich, wie bereits erwähnt, finde, dass Ilona Andrews die actionlastigere Urban Fantasy mehr liegt. Trotzdem werde ich im nächsten Jahr wieder im Buchladen stehen und Band 2, der übrigens „Bayou Moon“ heißen wird, an mich reißen.

(ganz ehrlich: Ilona könnte im Moment alles schreiben und ich würde es kaufen, diese Autorin trifft bei mir einfach einen Nerv. Anders hätte man mich auch nicht dazu gebracht, ein Buch mit diesem Cover zu kaufen. Selbst wenn er in bestimmten Kreisen wohl Verkaufsfördernd ist: Ich finde den in die Ecke geklebten blonden Kerl einfach fürchterlich und habe ihn sofort mit dem Preisetikett überklebt)


Wertung: +++++

Weitere Bände:

Bayou Moon (The Edge, #2)Band 2: Bayou Moon (ab September 2010)
Band 3: ??? 2011
Band 4: ??? 2012
bored
Da bestimmt danach gefragt wird, ob ich die Serie kenne/sie auf der Seite besprechen werde, dachte ich, ich schreibe hier mal einige Worte zu der letzte Woche auch hier in Deutschland (Mittwochs 21:15 Uhr, Pro 7) angelaufenen TV-Serie.
The Awakening and The Struggle (The Vampire Diaries, #1-2)
Ja, ich kenne sie. Ich habe allerdings lediglich die erste Folge und die auch nur im Original gesehen und damals nur einige Eindrücke festgehalten. Ich kann also weder zu Gesamt-Serie noch zur deutschen Synchronisation etwas sagen.

Lange bevor Stephenie Meyer die Mädels zum Schmachten brachte, gab es schon eine andere Autorin, die Anfang der 90er das Vampirgenre auf eine amerikanische High School übertragen hat: L.J. Smith mit ihrer vierbändigen Reihe „The Vampire Diaries“ [dt. Tagebuch eines Vampirs] (die seit kurzem nach langer Pause fortgesetzt werden – warum nur?).
Nicht verwunderlich also, dass man sich nach dem überwältigenden Erfolg des „Twilight“-Films dieses Stoffs angenommen hat, um eine ganze TV-Serie daraus zu machen.

Die Story im Kurzen: High-School Schönheit Elena, die ihre Eltern bei einem Autounfall verloren hat, kehrt zum ersten Mal seit diesem traumatischen Erlebnis zurück in die Schule und trifft dort auf den geheimnisvollen „Neuen“: Stefan Salvatore. Was der Zuschauer natürlich längst weiß, wovon Elena aber noch nichts ahnt: Stefan ist ein Vampir. Und während nun Stefan und Elena sich immer tiefere Blicke zuwerfen, werden wiederholt Menschen in der Umgebung angegriffen und getötet. Offenbar gibt es noch einen zweiten Blutsauger mit weniger Skrupeln als Stefan sie hat...

So weit, so dünn die Story. L.J. Smith hat recht simpel viele Vampir- und Gruselklischees mit einer High-School-Romanze gemixt. Die Serie durchläuft zwar einige Änderungen, aber auch Drehbuchautor Kevin Williamson gelingt es nicht, aus der Story mehr herauszuholen. Irgendwie hatte ich gehofft, dass er sein Gespür für ironische Untertöne, das er in den 90ern bei Dawson's Creek bewiesen hat, auch hier zum Einsatz bringen wird. Um es kurz zu machen: Nein, hat er nicht. Zumindest nicht in der Pilotepisode.
Die Bücher waren Lesefastfood, die Serie ist auch nicht mehr als perfekt aufs Zielpublikum zugeschnittenes Teenager-Fernsehen. Dabei schreckt man auch vor keinem Klischee und keiner dummen Dialogzeile mit Holzhammerwirklung zurück.


Und noch etwas: Warum werden die jugendlichen Vampirhelden eigentlich derzeit von durchschnittlichen, eher unhübschen Jungs mit null Sexappeal gespielt? Wobei, vielleicht liegen die Geschäcker bei den Teenagern heute anders. Ich bin da doch eher die Generation "Interview with a vampire", als eher der schlanke, leicht androgyne Gentlemanvampir angesagt war. *lach*
Leider sieht der Schauspieler des Stefan (in meinen Augen) nicht nur nicht gut aus, er spielt auch fürchterlich. Er hat im Wesentlichen zwei Gesichtsausdrücke: leicht leidend gerunzelte Stirn und stark leidend gerunzelte Stirn. Was schon fast nichts mehr ausmacht, denn Stefan ist ohnehin ziemlich unsympathisch angelegt. Er präsentiert sich als ewig leidender, humorloser und neunmalkluger (man will wohl zeigen wie cool er ist, geht aber etwas nach hinten los) Vampirjüngling. Gah... Kein Wunder, dass man da den bösen Gegenpart fast sympathischer findet...
Und was Elena angeht, dessen tragisches Schicksal dem Zuschauer förmich entgegenschreit, sie mögen zu müssen, hat sie bei mir nahezu keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Ich gucke mir durchaus gerne mal Teenager-Fernsehen an. Ich hatte riesigen Spaß mit "Gossip Girl" und schrecke selbst vor Disney-Kitsch a la "Camp Rock" nicht zurück, aber an "The Vampire Diaries" hatte ich so einfach überhaupt keinen Spaß. Zu glatt, zu beliebig und leider auch sonst nicht wirklich gut gemacht. Allerdings: Ich bin auch nicht die Zielgruppe. Ich bin mir sicher, dass die auf ganz andere Dinge achtet und über vieles hinwegsehen kann, was mir jetzt so negativ auffällt. (Ich hatte mit 16 auch mal was für Buffys "Angel" übrig, obwohl dessen Mienenspiel auch nicht gerade abwechslungsreich war ;) )

Und bevor ich jetzt von empörten Fans bestürmt werde:
Ja, ich habe nur eine Folge gesehen. Gut möglich, dass die Serie besser wird, dieser Text bezieht sich lediglich auf die erste Folge. Das ist auch der Grund, warum ich meine Meinung dazu hier wiedergebe, denn für eine wirkliche Besprechung auf der Homepage müsste ich die erste Staffel komplett gesehen haben.

Wenn ihr anderer Meinung seid: Hier gibt es eine Kommentarfunktion. Erklärt mir, warum die Serie in euren Augen gut ist, vielleicht lasse ich mich ja überzeugen, ihr noch eine Chance zu geben. ;)

content
Wie vermutlich jeder habe auch ich eine Reihe von neuen Büchern, auf die ich mich 2010 freue und einige bereits erschienene Titel, die ich in diesem Jahr kaufen und lesen möchte. Da ich mich noch nicht so intensiv mit den englischen Neuerscheinungen beschäftigt habe, werde da im Laufe der nächsten Monate vielleicht noch einige dazukommen.

Neuerscheinungen:

Dru Pagliasotti: Das mechanische Herz (engl: Clockwork Heart)Januar (kein Vampirroman oder UF)
Steampunkroman mit Romanze, netterweise von Feder & Schwert übersetzt, ich werde aber das englische Original lesen, das schon seit einigen Monaten in meinem Regal steht

Seanan McGuire: Winterfluch (engl: Rosemary and Rue)Januar
Das Buch wurde bei den englischen Lesern ziemlich hochgejubelt, mal sehen, was dahintersteckt; auch hier besitze ich schon die englische Ausgabe und werde im Original lesen

Keri Arthur: Die Mondjägerin [Riley Jenson 1]Februar
Um die Riley Jenson-Reihe schleiche ich schon eine Weile herum, jetzt nutze ich die Gelegenheit, dass es auf Deutsch erscheint.

Patricia Briggs: Silver Borne [Mercy Thompson 5] März

Gail Carringer: Soulless [The Parasole Protectorate 2] - März
Viktoriantischer Krimi meets Steampunk meets Romantic Comedy – was will man mehr?

McLeod, Suzanne: Der kalte Kuss des Todes [Spellcrackers 2] April

Ilona Andrews: Magic Bleeds [Kate Daniels 4]Mai
Die Autorin füttert ihre Leser so zuverlässig mit Inhaltsschnippselchen aus dem neuen Band, dass das Warten auf dieses Buch die reinste Tortur ist. Ahhhh... ich will es habeeeeeen!!!

Charlaine Harris: Vampirgeflüster [Sookie Stackhouse 9]Juni

Dark and Stormy Knights [Anthologie mit: Jim Butcher, Ilona Andrews, Carrie Vaughn, Vicki Petterson)]Juli
Eine Kate Daniels-Geschichte! Und bis auf Vicki Petterson mag ich alle enthaltenen Autoren.

Cassandra Clare: The Clockwork Angel [The Infernal Devices 1]August
Ich bin kein C.C.-Fan, ich fand „City of Bones“ eher Durchschnittsjugendfantasy, aber ihre neue Reihe klingt interessant genug, um es nochmal mit ihr zu versuchen... (Ich kann Dingen mit Zahnrädern zur Zeit nur schwer widerstehen: )

Patricia Briggs: ??? [Alpha & Omega 3]August

Ilona Andrews: Bayou Moon [The Edge 2] September
Nochmal Ilona! ;) Band 1 gefiel mir gut, sehr schönes Weltenkonzept.

Bereits erschienen:

Suzanne Collins: Catching Fire [The Hunger Games 2] (kein Vampirroman oder UF)
Der Vorgänger „The Hunger Games/Die Tribute von Panem“ war mein „All Age“-Highlight im letzten Jahr, trotzdem bin ich noch nicht zu Band 2 gekommen.

Hobb, Robin: Dragon Keeper [Rain Wild Chronicles 1] (kein Vampirroman oder UF)

Scott Lynch: The Lies of Locke Lamora (kein Vampirroman oder UF)
Peter V. Brett: Das Lied der Dunkelheit (kein Vampirroman oder UF)
Patrick Rothfuss: Der Name des Windes (kein Vampirroman oder UF)
Ich will wieder mehr (gute!) klassische Fantasy lesen

Tanya Huff: The Enchantment Emporium
Ich habe tatsächlich verpasst, dass eine neue Tany Huff erschienen ist, sowas...

Jim Butcher: Harry Dresden 1-?
Ich will der Reihe im Original nochmal eine Chance geben

Charlie Huston: Stadt aus Blut [Joe Pitt 1]
Nachdem dunkleNacht mir das jetzt so ans Herz gelegt hat, werde ich demnächst mal zugreifen.

Etwas von Richelle Mead
Ich bin noch nicht sicher, ob es die Succubus-Reihe, die Vampire Accademy oder ihre neue „Black Swan“-Reihe sein wird, aber an der Autorin werde ich im nächsten Jahr nicht vorbeikommen...

Eventuell:

Katie MacAlister: SteamedFebruar
warum: es könnte gut sein, aber bei der Autorin könnte es auch fürchterlich sein, ich bin unentschlossen...

Marjorie M. Liu: Gefährtin der Dämonen [Chroniken der Jägerin 1] März
warum: Der Vorschautext klingt etwas albern, aber die Tattooidee hat was – mal sehen...

Karin Lowachee: The Gaslight Dogs - April
warum: Die Autorin wurde mir empfohlen, das Cover ist toll und die Zusammenfassung klingt interessant. Und mit „gaslights“ kann man mich eigentlich immer ködern.

C.E. Murphy: House of Cards + Hands of Flame [The Negotiator 2+3]
warum: Band 1 war nett und diese eine Nebenfigur lässt mir keine Ruhe...


Wenn ich mir das so ansehe, dann muss ich mich über den Mangel an Lesestoff im nächsten Jahr nicht beklagen. Das zweite Halbjahr 2010 hält sich auch noch einige Highlights parat.

So, und was wollt ihr im kommenden Jahr lesen, worauf freut ihr euch?

Syndicate

RSS Atom
Page generated Sep. 9th, 2010 07:05 am
Powered by Dreamwidth Studios